Aidriaaaaan !!!! kommt nach Zürich
Silvester „Ruckzuck-ist-die-Lippe-dick“ Stallone kommt nach Zürich, und man hört sie bereits, die leicht irritierten Filmstudenten, die jetzt plötzlich irgendwie finden, dass er ja schon etwas aufm Kasten hatte, der Stallone. Auf seine Art eben.
Dabei hatte die Karriere von Stallone doch irgendwie arg Schlagseite. Die Rocky-Rollen verurteilten ihn zum Underdog, und davon kam er nie weg. Und das nicht, weil er nicht gewollt hätte. Nach einigen Actionreissern, die zwar gut für die Kasse, aber verheerend fürs Prestige waren, versuchte er sich im Komödiantischen. „Stop, or my mom will shoot“ hiess das damals, und war ja irgendwie peinlich. Dann kam sein „Schindler’s list“ in Form von „Copland“. Mit dickem Ranzen schleppte er sich durch New Jersey, und das war’s dann auch, was davon in Erinnerung blieb.
Dazwischen malte er etwas, und arbeitete an den Sequels zu Rocky und Rambo. Mit Verlaub: er ist zwar kein zweiter Steven Seagal, aber die Chance auf das Prädikat „Unterschätzt“ hat er doch irgendwann verspielt.
Wenn er nun am Zürich Film Festival den „Golden Icon Award“ überreicht bekommt, mag das ein toller Marketing Gag sein für Zürich. Aber zu glauben, Locarno hätte das nicht hingekriegt, ist dann doch etwas albern. Damit der „Golden Icon Award“ nächstes Jahr nicht versehentlich an Ursula Andress verliehen wird, sollten sich das OK vielleicht an diese goldene Regel halten: Alles, was in Hollywood irgendwann zu Ruhm und Ehre kam, durfte einmal in einem Woody Allen Film mittun. Stallone hingegen, der durfte nur seine Stimme leihen, einer muskelbepackten Ameise nämlich, im Animationsfilm Antz. Und das war kein Zufall.
Rambo-Nachvertonung auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=dwh_kLzPKxc




Kommentare
http://aiwnsnewblog.blogspot.com/2008/08/sly.html