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<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de"><title>Weltanschauung und andere Betrachtungen</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/"/><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/atom/"/><updated>2008-12-06T10:35:24Z</updated><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/</id><subtitle>Feuilleton Kolumnen Analysen Politik Kultur Gesellschaft liberalismus Idealismus</subtitle><generator>http://www.kaywa.com/?v=1.0</generator><rights>Copyright by KAYWA AG - Services for the mobile Internet</rights><entry><title>Das tolle Timing der Atomlobby</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/default/das-tolle-timing-der-atomlobby.html"/><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/default/das-tolle-timing-der-atomlobby.html</id><published>2008-12-06T10:35:24Z</published><updated>2008-12-06T10:35:24Z</updated><summary>Diese Woche war wieder mal gepackt mit energietechnischen Anachronismen. Am Mittwoch feierte das ZDF Deutschlands...</summary><author><name>Matthias Claude</name></author><contributor><name>Matthias Claude</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns="">Diese Woche war wieder mal gepackt mit energietechnischen Anachronismen. Am Mittwoch feierte das ZDF Deutschlands Innovationskraft und verlieh den Zukunftspreis des Bundespr&#xE4;sidenten. Nominiert waren auch die <a target="_blank" href="http://www.schott.com/csp/german/about_sh/basics_receiver.html">Solarreceiver der Firma Schott</a>, welche die Sonnenenergie f&#xFC;r den Antrieb eines Dampfkraftwerks nutzen. In Gl&#xE4;sernen Rohren wird ein Thermo&#xF6;l durch die Sonne auf 400 Grad erhitzt, um Dampf zu erzeugen, der wiederum einen Generator antreibt. Eine Fl&#xE4;che von 300 mal 300 km in der Sahara mit den daf&#xFC;r n&#xF6;tigen Parabolrinnenkollektoren w&#xFC;rde reichen, um den Strombedarf Europas zu decken. Sozusagen ein Turbolader f&#xFC;r erneuerbare Energie. K&#xF6;nnte sein, dass sie das Erbe der &#xD6;lbohrt&#xFC;rme antreten.<br/>
<br/>
Am Donnerstag pr&#xE4;sentierten die Schweizer Energiekonzerne ihre Pl&#xE4;ne zur zuk&#xFC;nftigen Deckung des Schweizer Energiebedarfs: Drei neue Atomkraftwerke sollen f&#xFC;r unsere Stromautos dereinst den Saft generieren. Vier Tage zuvor stimmte die Stadt Z&#xFC;rich mit 76% f&#xFC;r den langfristigen Ausstieg aus der Kernenergie. K&#xF6;nnte es sein, dass unsere Energielobby vielleicht aufs falsche Pferd setzt?<br/>
<br/>
Nat&#xFC;rlich w&#xE4;re ihr Kommentar hierzu, dass wir uns nicht vom Ausland abh&#xE4;ngig machen d&#xFC;rfen, was unseren Energiehaushalt betrifft. In dieser Hinsicht m&#xFC;ssten sie der &#xE4;rgste Gegner der Erd&#xF6;lindustrie sein. Und der st&#xE4;rkste Promotor alternativer Energien, wie beispielsweise der neuen Solarkraftwerke. Die funktionieren n&#xE4;mlich nicht nur in der Sahara, sondern auch in der Schweiz.<br/></p>
<p xmlns="">&#xA0;</p>
<p xmlns="">&#xA0;</p></div></content></entry><entry><title>Das abrupte Ende einer Ideologie</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/default/das-abrupte-ende-einer-ideologie.html"/><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/default/das-abrupte-ende-einer-ideologie.html</id><published>2008-11-29T11:29:51Z</published><updated>2008-11-29T11:29:51Z</updated><summary>Erstaunliches spielt sich ab in dieser Zeit &#xF6;konomischer R&#xFC;ckbesinnung. H&#xE4;tte man vor 12 Monaten eine Umfrage...</summary><author><name>Matthias Claude</name></author><contributor><name>Matthias Claude</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns="" class="MsoNormal">Erstaunliches spielt sich ab in dieser Zeit &#xF6;konomischer R&#xFC;ckbesinnung. H&#xE4;tte man vor 12 Monaten eine Umfrage gemacht dar&#xFC;ber, ob sich der Staat idealerweise aus der Privatwirtschaft raushalten soll, h&#xE4;tten wahrscheinlich &#xFC;ber 70 % zugestimmt. H&#xE4;tte man sie gefragt, weshalb das so ist, h&#xE4;tte ein Teil mit der Schulter gezuckt, ein grosser Teil jedoch h&#xE4;tte geantwortet: Weil der Staat den Markt nur negativ beeinflusst.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">In dieser Antwort&#xA0; liegt eine Gewissheit, die in den letzten Monaten ziemlich unter die R&#xE4;der gekommen ist. Nicht einmal die miserabelste Staatsintervention w&#xFC;rde&#xA0; ein solches Desaster anrichten k&#xF6;nnen, wie es unregulierte M&#xE4;rkte nun hinbekommen haben.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Das weit verbreitete Credo, dass der Staat in wirtschaftspolitischer Hinsicht dann die beste Rolle einnimmt, wenn er durch Abwesenheit gl&#xE4;nzt, ist das Resultat einer &#xE4;usserst erfolgreich verbreiteten Ideologie, die es geschafft hat, eine Theorie als die Wahrheit zu verkaufen.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Nicht &#xFC;berall ist diese Denkschule so erfolgreich gewesen: In Frankreich beispielsweise war es immer Common Sense, dass sich die Allgemeinheit in Form&#xA0; des Staates am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt. Nat&#xFC;rlich kann man anf&#xFC;hren, dass Frankreich jede Menge Probleme hat in wirtschaftlicher Hinsicht; schaut man sich aber das Wachstum seines BIP der letzten 15 Jahre an, und legt die Kurve &#xFC;ber jene der Schweiz und anderer Staaten, scheint unser westlicher Nachbar nicht im geringsten abzufallen mit seiner Staatsquote von &#xFC;ber 50 %.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><img border="0" src="http://weltanschauung.kaywa.ch/files/images/2008/11/mob7_1227958945.gif"/><br/></p>

<p xmlns="" class="MsoNormal">&#xA0;</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">In der neuen Riege im Weissen Haus findet man lauter Cracks, die nie der neoliberalen Denkschule angeh&#xF6;rt haben, und deren Sachverstand ausser Zweifel steht. Die R&#xFC;ckkehr zu wirtschaftlichem Pragmatismus ist - bei allem Katzenjammer &#x2013; der grosse Trost des Jahres 2008.</p>
</div></content></entry><entry><title>Nur Christoph darf.</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/politik/nur-christoph-darf.html"/><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/politik/nur-christoph-darf.html</id><published>2008-11-18T21:35:27Z</published><updated>2008-11-18T21:35:27Z</updated><summary>Was f&#xFC;r ein Trauerspiel! Da ist die Volkspartei so nahe an der R&#xFC;ckkehr in die Landesregierung, mit einer...</summary><author><name>Matthias Claude</name></author><contributor><name>Matthias Claude</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns="" class="MsoNormal">Was f&#xFC;r ein Trauerspiel! Da ist die Volkspartei so nahe an der R&#xFC;ckkehr in die Landesregierung, mit einer todsicheren Vorlage durch ihren ehemaligen Vertreter und kaum jemandem, der ihren Anspruch auf wenigstens einen echten Sitz in Zweifel ziehen w&#xFC;rde. Doch da kommt der &#xDC;bervater, tut seine Unlust auf eine erneute Kandidatur kund, und Zack! ist's wieder geschehen um die Vernunft der SVP. Als ob sie nicht w&#xFC;sste, dass es doch allein schon ihre Zw&#xE4;ngerei mit einer Einerkandidatur der Bundesversammlung verunm&#xF6;glichen w&#xFC;rde, f&#xFC;r Blocher zu stimmen. Ich weiss ja nicht, wie das in der SVP ausschaut, aber ausserhalb lassen sich die Volksvertreter sicher nicht als Hansw&#xFC;rste hinstellen, in dem sie einfach kuschen und den Befehl zur Wahl brav abnicken.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Es ist, als ob Blochers Credo (&#x201E;Ich will nicht, ergo muss ich&#x201C;) auf unheimliche Weise auf die Partei &#xFC;bertragen hat: Sie will wieder in den Bundesrat, also verweigert sie sich der Wahltauglichkeit. Daf&#xFC;r m&#xFC;ssen nun alle SVP Schwergewichte auf die Z&#xE4;hne beissen und wie in einer Sekte dem Guru den Vortritt lassen. Es ist erb&#xE4;rmlich.</p>
</div></content></entry><entry><title>Endlich</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/default/endlich.html"/><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/default/endlich.html</id><published>2008-11-05T14:15:52Z</published><updated>2008-11-05T14:15:52Z</updated><summary>Endlich ist es soweit: die USA haben ihren Pr&#xE4;sidenten gew&#xE4;hlt. Damit endet auch ein Wahlkrampf, an dem die...</summary><author><name>Matthias Claude</name></author><contributor><name>Matthias Claude</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns="" class="MsoNormal">Endlich ist es soweit: die USA haben ihren Pr&#xE4;sidenten gew&#xE4;hlt. Damit endet auch ein Wahlkrampf, an dem die restliche Welt als Zaungast beiwohnen durfte; eine Rolle, die auf Dauer aus psychohygienischer Sicht nicht unproblematisch ist: Wer kann schon behaupten, dass es ihn oder sie mit Stolz erf&#xFC;llt, st&#xE4;ndig &#xFC;ber Kandidaten auf dem Laufenden gehalten zu werden, die gar nicht in unseren Breiten politisieren werden? Sich st&#xE4;ndig in Diskussionen wiederzufinden &#xFC;ber ein Land, das uns mit seiner Dominanz seit mindestens acht Jahren auf den Wecker geht? Und jeden morgen auf allen Kan&#xE4;len und an erster Stelle die neuesten Umfragen aufgedr&#xE4;ngt bekommen, bevor dann der Fokus auf Themen minderer, sprich nationaler Bedeutung gelegt wird?</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Der Enthusiasmus der Medien f&#xFC;r den US-Wahlkampf ist leicht verst&#xE4;ndlich, gibt er doch jede Menge saftiger Geschichten her, aus denen zum Schluss so etwas wie die m&#xE4;chtigste Politikfigur hervorgeht. Eine &#xE4;usserst rationale Kalkulation, die f&#xFC;r die meisten Mediennutzern nachvollziehbar ist. Durch die geradezu hysterische Berichterstattung wird sie jedoch arg strapaziert. Vor allem im Radio: Oder wen nerven sie nicht, die penetrant pathetischen O-Ton Einspielungen? Dann schreiben Sie unten Ihren Kommentar. Sehen Sie? Da steht nichts. Es gibt niemanden, der nicht darauf verzichten m&#xF6;chte.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Antiamerikanismus ist ein komplexes Syndrom, das prim&#xE4;r von irrationalen Impulsen und subjektiven Wahrnehmungen gen&#xE4;hrt wird. Der mediale Overkill diesen Herbst war diesem leider nicht abtr&#xE4;glich. Wenigstens ist es der neue Pr&#xE4;sident.&#xA0;</p>
</div></content></entry><entry><title>Ein verr&#xFC;ckter Oktober</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/default/ein-verrueckter-oktober.html"/><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/default/ein-verrueckter-oktober.html</id><published>2008-10-29T16:27:17Z</published><updated>2008-10-29T16:27:17Z</updated><summary>Ums kurz zu machen, hier meine Denkw&#xFC;rdigkeiten des Monats:


The world according to Weltwoche.&#xA0;

Vom Neo- zum...</summary><author><name>Matthias Claude</name></author><contributor><name>Matthias Claude</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns="" class="MsoNormal">Ums kurz zu machen, hier meine Denkw&#xFC;rdigkeiten des Monats:</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><br/></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">The world according to Weltwoche.&#xA0;</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Vom Neo- zum Nekro-liberalismus.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Superministerin Widmer-Schlumpf.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Krokodilstr&#xE4;nen um Haider.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Ein Rohrkrepierer namens Sarah Palin.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Schwarzer Oktober, aber goldene Wochenenden.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Jeder zweite Tag bot eine optimale Gelegenheit, in den Aktienmarkt zu investieren.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Welche Schuldenbremse?</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Welche Ordnungspolitik?</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Peitschen-Steinbr&#xFC;ck.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Ein Sozialist namens Sarkozy.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">What bonus?</p>
</div></content></entry><entry><title>Making America Stupid</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/politik/making-america-stupid.html"/><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/politik/making-america-stupid.html</id><published>2008-09-18T17:52:42Z</published><updated>2008-09-18T17:52:42Z</updated><summary>
Auch in diesem US-Wahljahr wird der Welt allerhand zugemutet. Ungeachtet der stimmrechtlichen Ohnmacht wird hierzulande...</summary><author><name>Matthias Claude</name></author><contributor><name>Matthias Claude</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns=""><!--StartFragment--></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Auch in diesem US-Wahljahr wird der Welt allerhand zugemutet. Ungeachtet der stimmrechtlichen Ohnmacht wird hierzulande munter &#xFC;ber jedes Etappchen berichtet, das die Pr&#xE4;sidentschaftskandidaten hinter sich lassen, und bange fragt man sich, ob es die Amis erneut schaffen, die Hoffnung der Demokratie in ihr Gegenteil zu verkehren.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Wie war das noch vor vier Jahren, als sich John Kerry zum Dienst meldete? Ein ganzer Kerl, der mit Heldengeschichte und Surfgeschick in den Ring stieg, das Gegenteil eines Waschlappens, gest&#xE4;rkt durch Sachverstand und Erfahrung und bereit, den irrlichternden Tunichtgut im Weissen Haus abzul&#xF6;sen. Drei Debatten bestritten sie. Er gewann alle drei &#x2013; trotz des verkabelten Pr&#xE4;sidenten. But they picked the wrong guy after all.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Doch dieses Mal darf George W. nicht mehr. Das ist sch&#xF6;n, denn wenn wer d&#xFC;rfte, w&#xFC;rde er bestimmt nochmals den Sieg einfahren. Nein, diesmal darf jener antreten, den er vor 8 Jahren aus dem Rennen geworfen hatte. Quasi die zweite Wahl von damals. Ist das nicht verr&#xFC;ckt? Da bejahen 80 erschlagende Prozent der Amerikaner die Aussage, dass sich das Land in die falsche Richtung bewegt, und die Republikaner portieren just jenen Kandidaten, der schon vor 8 Jahren nicht gut genug war? Ein Treppenwitz der Geschichte, k&#xF6;nnte man meinen. Doch da kommt Obama ins Spiel.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Die Demokraten treten dieses Jahr mit einem absoluten Ausnahmetalent an &#x2013; das meinen sogar ihre Gegner. Ein kluger Kopf, mit Charme und Coolness, und vor allem einer, der die Leute nicht f&#xFC;r dumm verkauft. &#xA0;Vielleicht ist gerade das sein Manko. Denn w&#xE4;hrend er sich lange dagegen verwahrte, den &#xFC;belsten Dreck nach dem Gegner zu schmeissen, greift McCain ohne Z&#xF6;gern in die stinkende Pandora der Suggestion. Der Horror &#xFC;ber diesen Wahlkampf wird nur noch von jenem &#xFC;bertroffen, den der Blick auf die Umfragen ausl&#xF6;st.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Als vor vier Jahren George W. wiedergew&#xE4;hlt wurde, fragte die New York Times etwas pathetisch, ob dies das Ende der Aufkl&#xE4;rung sei. Nun, diese Frage wird sich wohl dieses Jahr beantworten. Zur Wahl stehen ein heller Kopf, der - von einem altgedienten Aussenpolitiker flankiert - wie die Inkarnation der Vernunft daherkommt. Und ein ebenfalls altgedienter Senior, der gerne Sachen sagt wie &#x201E;bomb bomb Iran&#x201C; oder &#x201E;drill drill drill for oil&#x201C;, flankiert von einer grobschl&#xE4;chtigen Frau Mahlzahn, die punkto Amtsanmassung selbst Berlusconi das f&#xFC;rchten lehrt.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">&#xA0;</p>

<p xmlns="">&#xA0;</p>
<p xmlns="">Zum Thema: Thomas L. Friedman, Making America stupid</p>
<p xmlns="">http://www.nytimes.com/2008/09/14/opinion/14friedman.html?_r=1&amp;em&amp;oref=slogin</p></div></content></entry><entry><title>Aidriaaaaan !!!! kommt nach Z&#xFC;rich</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/kultur/aidriaaaaan-kommt-nach-zuerich.html"/><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/kultur/aidriaaaaan-kommt-nach-zuerich.html</id><published>2008-08-26T20:16:48Z</published><updated>2008-08-26T20:16:48Z</updated><summary>Silvester &#x201E;Ruckzuck-ist-die-Lippe-dick&#x201C; Stallone kommt nach Z&#xFC;rich, und man h&#xF6;rt sie bereits, die leicht...</summary><author><name>Matthias Claude</name></author><contributor><name>Matthias Claude</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns="" class="MsoNormal">Silvester &#x201E;Ruckzuck-ist-die-Lippe-dick&#x201C; Stallone kommt nach Z&#xFC;rich, und man h&#xF6;rt sie bereits, die leicht irritierten Filmstudenten, die jetzt pl&#xF6;tzlich irgendwie finden, dass er ja schon etwas aufm Kasten hatte, der Stallone. Auf seine Art eben.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Dabei hatte die Karriere von Stallone doch irgendwie arg Schlagseite. Die Rocky-Rollen verurteilten ihn zum Underdog, und davon kam er nie weg. Und das nicht, weil er nicht gewollt h&#xE4;tte. Nach einigen Actionreissern, die zwar gut f&#xFC;r die Kasse, aber verheerend f&#xFC;rs Prestige waren, versuchte er sich im Kom&#xF6;diantischen.&#xA0; &#x201E;Stop, or my mom will shoot&#x201C; hiess das damals, und war ja irgendwie peinlich. Dann kam sein &#x201E;Schindler&#x2019;s list&#x201C; in Form von &#x201E;Copland&#x201C;. Mit dickem Ranzen schleppte er sich durch New Jersey, und das war&#x2019;s dann auch, was davon in Erinnerung blieb.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Dazwischen malte er etwas, und arbeitete an den Sequels zu Rocky und Rambo. Mit Verlaub: er ist zwar kein zweiter Steven Seagal, aber die Chance auf das Pr&#xE4;dikat &#x201E;Untersch&#xE4;tzt&#x201C; hat er doch irgendwann verspielt.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Wenn er nun am Z&#xFC;rich Film Festival den &#x201E;Golden Icon Award&#x201C; &#xFC;berreicht bekommt, mag das ein toller Marketing Gag sein f&#xFC;r Z&#xFC;rich. Aber zu glauben, Locarno h&#xE4;tte das nicht hingekriegt, ist dann doch etwas albern. Damit der &#x201E;Golden Icon Award&#x201C; n&#xE4;chstes Jahr nicht versehentlich an Ursula Andress verliehen wird, sollten sich das OK vielleicht an diese goldene Regel halten: Alles, was in Hollywood irgendwann zu Ruhm und Ehre kam, durfte einmal in einem Woody Allen Film mittun. Stallone hingegen, der durfte nur seine Stimme leihen, einer muskelbepackten Ameise n&#xE4;mlich, im Animationsfilm Antz. Und das war kein Zufall.&#xA0;</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Rambo-Nachvertonung auf youtube:&#xA0;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=dwh_kLzPKxc">http://www.youtube.com/watch?v=dwh_kLzPKxc</a></p>

<p xmlns="" class="MsoNormal">&#xA0;</p>
</div></content></entry><entry><title>Berlusconi - dritter Akt</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/politik/berlusconi-dritter-akt.html"/><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/politik/berlusconi-dritter-akt.html</id><published>2008-04-15T19:27:32Z</published><updated>2008-04-15T19:27:32Z</updated><summary>Heute ist ein trauriger Tag. Habens den Kasperl doch tats&#xE4;chlich wieder gew&#xE4;hlt, die Italiener. Nach all dem, was...</summary><author><name>Matthias Claude</name></author><contributor><name>Matthias Claude</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns="" class="MsoNormal">Heute ist ein trauriger Tag. Habens den Kasperl doch tats&#xE4;chlich wieder gew&#xE4;hlt, die Italiener. Nach all dem, was war. Manche meinen, Beppe Grillos Aufruf zum Wahlboykott w&#xE4;re daran schuld gewesen; andere, die Leute h&#xE4;tten einfach das kleinere &#xDC;bel gew&#xE4;hlt. Und dann war da ja noch der M&#xFC;ll.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Doch wie auch immer: die erneute Wahl dieses egomanischen Schurken repr&#xE4;sentiert eine Demokratie, die soeben m&#xE4;chtig Schiffbruch erlitten hat. Denn wie bei jedem Populisten gilt auch bei Berlusconi: Wer ihn w&#xE4;hlt, tut es entweder aus Zynismus oder Dummheit. Aus Zynismus, weil er die Phrasen durchschaut, und sie ihm durchgehen l&#xE4;sst. Aus Dummheit, weil er ihm die Wahrheitsklitterung abkauft.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Solange der politische Unernst nur eine Minderheit f&#xFC;r sich gewinnt, kann man dar&#xFC;ber hinwegsehen und auf bessere Zeiten hoffen. Was sich derzeit hingegen in unserem s&#xFC;dlichen Nachbarland abspielt, geh&#xF6;rt eher in die unheimliche Kategorie. Vier Jahre nach der schockierenden Wiederwahl von George W. wandert nun der Pokal f&#xFC;r den gr&#xF6;ssten politischen Unfug wieder nach Europa.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Man sagt, ein Volk h&#xE4;tte immer diejenige Regierung, die es verdient. Man kann dieses Bonmot der Fairness halber auf demokratische Rechtsstaaten einschr&#xE4;nken. Mehr liegt allerdings nicht drin.</p></div></content></entry><entry><title>Paul Haggis&#x2019; konsequenter Beitrag zum Krieg</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/kultur/paul-haggis-konsequenter-beitrag-zum-krieg.html"/><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/kultur/paul-haggis-konsequenter-beitrag-zum-krieg.html</id><published>2008-03-16T14:41:05Z</published><updated>2008-03-16T14:41:05Z</updated><summary>W&#xE4;hrend George W. Bushs Krieg ins sechste Jahr geht, zeitigt die cinematographische Aufarbeitung wertvolle und...</summary><author><name>Matthias Claude</name></author><contributor><name>Matthias Claude</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">W&#xE4;hrend George W. Bushs Krieg ins sechste Jahr geht, zeitigt die cinematographische Aufarbeitung wertvolle und verst&#xF6;rende Perspektiven. Paul Haggis&#x2019; &#x201E;In the Valley of Elah&#x201C; setzt sich mit den Versehrungen auseinander, die der Krieg in den zur&#xFC;ckgekehrten Soldaten hinterl&#xE4;sst, und er ist deshalb weit mehr als ein Film zum Thema Irak. Sein Film ist ein entwaffnender Kommentar zum Krieg im Allgemeinen, zum monstr&#xF6;sen Schaden, den er in den Menschen anrichtet.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
Es ist die Geschichte eines Mannes, dem die M&#xF6;glichkeit abhanden kommt, den Verlust seines zweiten Sohnes als Opfer eines in irgendeiner Weise notwendigen Kampfes zu begreifen. Dieser Trost bleibt ihm verwehrt, da sein Sohn nicht Opfer eines T&#xE4;ters nach den Regeln des Krieges wird. Denn die Wahrhaftigkeit dieser Geschichte birgt in sich die Weisheit, nach der es im Krieg nur Verlierer gibt. Der verlorene Sohn wird denn auch Opfer anderer Opfer, anderer Verlierer des Krieges. Es sind dies seine Freunde, die ihn im Streit ermorden; einem Streit, der so willk&#xFC;rlich und zuf&#xE4;llig sein Opfer fordert wie die meisten Opfer in den meisten Kriegen gefordert werden.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
Haggis&#x2019; Film ist auch eine bittere W&#xFC;rdigung f&#xFC;r die &#xDC;berlebenden eines Krieges. Das Skandalon, das ein vermeidbarer und trotzdem gef&#xFC;hrter Krieg darstellt, ist in diesem Drama implizit enthalten; es bedarf keines zus&#xE4;tzlichen Kommentars. Auch das macht diesen Film zu einem konsequenten, unerbittlichen Beitrag.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/></div></content></entry><entry><title>Erst die Ideologie, dann die Moral</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://weltanschauung.kaywa.ch/default/erst-die-ideologie-dann-die-moral.html"/><id>http://weltanschauung.kaywa.ch/default/erst-die-ideologie-dann-die-moral.html</id><published>2008-02-23T13:04:07Z</published><updated>2008-02-23T13:04:07Z</updated><summary>&#x201E;Deutschland macht Jagd auf ihre t&#xFC;chtigsten B&#xFC;rger&#x201C; titelte die Weltwoche sinngem&#xE4;ss, und...</summary><author><name>Matthias Claude</name></author><contributor><name>Matthias Claude</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns="" class="MsoNormal">&#x201E;Deutschland macht Jagd auf ihre t&#xFC;chtigsten B&#xFC;rger&#x201C; titelte die Weltwoche sinngem&#xE4;ss, und offenbarte damit ihre monstr&#xF6;sen ideologischen Scheuklappen wie auch den Subtext, den der Liechtensteiner Steuerskandal begleitet. Denn nichts anderes als Ideologie ist verantwortlich daf&#xFC;r, dass aus dem Versuch, demokratisch legitimierte Steuergesetze zu umgehen, ein Quasiprivileg der finanziell Erfolgreichen konstruiert wird. Steuergesetze beruhen nun mal auf einem gesellschaftlichen Konsens &#x2013; sonst w&#xE4;ren sie gar nie verabschiedet worden. Das macht sie nicht popul&#xE4;r, aber verbindlich f&#xFC;r alle. Auch f&#xFC;r die &#x201E;T&#xFC;chtigen&#x201C;.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Leute wie Franz Konz, den Autor des Dauerbestsellers &#x201E;1000 ganz legale Steuertricks&#x201C;, sind f&#xFC;r diese Argumentation freilich nicht zug&#xE4;nglich. Sein Beitrag bei Sandra Maischberger letzten Dienstag bestand denn auch aus wenig mehr als aus der Demonstrationen seines libert&#xE4;ren Credos, dass jeder hinterzogene Steuerfranken ein vor den gierigen H&#xE4;nden des Staates bewahrter ist. Damit l&#xE4;sst sich nat&#xFC;rlich kein Staat machen.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Die Parteinahme f&#xFC;r die Steuerhinterzieher wird auch nicht verst&#xE4;ndlicher durch den Versuch, die Methoden der deutschen Steuerbeh&#xF6;rden zu thematisieren. Ein mutwilliger Gesetzesbruch wird nicht durch dessen Aufdeckung relativiert. H&#xF6;chstens in der Weltwoche.</p>
</div></content></entry></feed>
